Mensch Jesus


Selten bin ich “im Vorbeigehen” so neugierig darauf geworden, was die Bibel über Jesus zu sagen hat. In seinem hohen Alter geht er doch tatsächlich immer noch topaktuell mit der Zeit… Für eine Atempause und ein Lächeln im Gesicht: www.menschjesus.de



Dezentrales Task- und Terminmanagement mit Thunderbird


Mozilla Thunderbird hat mir in den vergangenen Jahren als Email-Client bereits gute Dienste geleistet. Als ich mich im Rahmen meiner Zen to Done-Initiative nun nach einer Anwendung umgesehen habe, mit der ich meine Aufgaben und Termine komfortabel verwalten kann, kam mir als allererstes Chandler in den Sinn. Dieses Tool unterstützt die Getting-Things-Done-Methodik von Grund auf und wurde vom Lotus-Gründer Mitch Kapor ins Leben gerufen. Leider kann Chandler aber nicht so wirklich mit Google Calendar zusammen, mit dem ich meine Termine zu pflegen geruhe. Soll heißen: Ich kann zwar die Termine aus meinen Kalendern abrufen, aber keine neuen Termine in Chandler erstellen, um sie in Richtung Google Calender zu senden. Das hilft mir also nicht weiter. Rainlendar war mein zweiter Gedanke, doch der ist zu ressourcenhungrig, als dass ich auf meinem Arbeitsplatzrechner große Freude damit hätte.

Aber da war doch mal… Sunbird, oder so ähnlich? Ja, es gibt das Kalendertool von Mozilla noch immer, auch wenn das Projekt vor drei Jahren, als ich mich zuletzt dafür interessiert hatte, kurz vor dem Aus zu stehen schien. Und nicht nur Sunbird, auch das begleitende Thunderbird-Add-on Lightning (das früher irgendwie mal anders hieß) ist nicht nur immer noch quicklebendig, sondern darüberhinaus auch erwachsen geworden.

Die Verquickung von Email-Client mit Terminmanager hat mehrere Vorteile. Am wichtigsten finde ich, dass man aus den eingehenden Mails im Handumdrehen gleich Tasks oder Termine machen kann, indem man sie auf die entsprechende Schaltfläche zieht. Ein netter Nebeneffekt ist, dass nicht noch ein Fenster zusätzlich offen sein muss.

Leider ist die Integration von Google Calendar dann doch nicht so einfach wie gedacht — aber im Gegensatz zu Chandler immerhin möglich. Lightning ist durch sog. Provider an jede denkbare Datenquelle/-senke koppelbar. Und natürlich gibt es bereits einen Provider für Google Calendar als Add-on für Thunderbird.

Bleibt nur ein Problem: Während Lightning mit Aufgaben eine komfortable Verwaltung von To-Do-Listen ermöglicht, kennt Google Calender keine Tasks, sondern nur Events. Das könnte man jetzt als Schönheitsfehler abtun, aber wir wollen hier ja das vorhandene Potential ausschöpfen. Und überhaupt hatte ich mir ja gerade deswegen schon vor Längerem einen Account bei RememberTheMilk.com registriert. Und siehe da, nachdem ich fix noch einen Remember the Milk Provider installiert habe, klappt’s auch mit den Aufgaben. MacGyver wäre stolz auf mich.

Das Ganze mag einem zunächst ja ein bisschen wie notdürftig zusammengeflickt vorkommen. Ich würde aber eher von konfigurierbaren Softwarekomponenten sprechen, die alle genau das tun, was man von ihnen erwartet (und nur das), darüberhinaus aber auch noch miteinander gekoppelt werden können. Eine monolithische Lösung mag zwar an sich effizienter sein, aber tut nicht unbedingt das, was ich will. Und damit bremst sie dann doch wieder die Produktivität.

Beteiligte Akteure:



Franz-Benno Delonge: Fjorde


Franz-Benno Delonge ist schon seit langem einer der Spieldesigner, deren Spiele ich unbesorgt kaufen kann, ohne sie Probespielen zu müssen — ich weiß, sie werden mir gefallen. Gerade die kleinen Spiele wie Trans America sind einfache, unkomplizierte Pausenfüller, die aber durchaus taktischen Tiefgang bieten. In diese Kategorie fällt auch das Zweispielerspiel Fjorde, welches bei Hans im Glück erschienen ist.

Franz-Benno Delonge: FjordeDas Spiel besteht aus drei Runden, von denen jede in zwei Spielabschnitte zerfällt: In der ersten Phase wird von beiden Spielern jeweils abwechselnd eines der 40 sechseckigen Landschaftsplättchen verdeckt gezogen und angelegt. Meer, Gebirge und Ackerland müssen genau passen, zudem muss das neue Spielteil mit zwei seiner Kanten bereits ausgelegte Plättchen berühren. Sollte sich keine Möglichkeit zum Anlegen ergeben, wird das Teil in die offene Auslage getan, und zieht erneut — solange, bis er legen kann. Alternativ darf er auch eines der Teile aus der offenen Auslage nehmen und anlegen. Auf das gelegte Teil kann er dann einen seiner vier Bauernhöfe stellen. Diese Entdeckungsphase ist abgeschlossen, sobald das letzte verdeckte Landschaftsplättchen aufgedeckt worden ist.

Nun kommt der Eroberungsteil: Ausgehend von den eigenen Bauernhöfen legen die Spieler wiederum jeweils abwechselnd ihre Felder an — natürlich nur auf dem Ackerland. Da Felder einer Farbe direkt aneinander angrenzen müssen, sollte man versuchen, dem Gegner möglichst viel Land abzuknöpfen und gleichzeitig Gebiete durch geschickte Legetaktiken abzuriegeln, um sie später auszufüllen. Am Ende der Runde (siehe Bild) wird dann für beide Spieler die Anzahl der gelegten Felder (die runden Spielsteine) gezählt. Gewinner ist, wer in den drei gespielten Runden die meisten Felder legen konnte.

Fjorde ist ein kurzweiliges Taktikspiel mit einfachen Regeln für 2 Spieler ab 8 Jahren. Die Spieldauer für ein komplettes Spiel beträgt etwa 30-45 Minuten. Die Spielsteine sind hochwertig verarbeitet und machen auch etwas für’s Auge her. Vergleichbar ist das Spiel in der ersten Phase (natürlich) mit Carcassonne, während der zweite Spielabschnitt Ähnlichkeiten zu einem stark vereinfachten Go aufweist. Sehr empfehlenswert!



Klaus Berger: Glaubensspaltung ist Gottesverrat


Es gibt Bücher, die bleiben, während andere an ihnen vorbeiziehen, lange Zeit auf dem ersten Platz der Queue “Unbedingt als nächstes lesen” stehen. Nicht, weil man sie eigentlich doch nicht so gern lesen will, sondern da man weiß, dass man sich auch wirklich dezidiert Zeit dafür nehmen müsste. Vier Monate lang immer nur die selben dreieinhalb Seiten vor dem Einschlafen zu lesene, um sie am nächsten Morgen wieder vergessen zu haben (wie bei Tintentod), ist bei manchen Büchern einfach nicht drin. Bei mir fallen die meisten Kandidaten für dieses Phänomen des Leseaufschubs in die Kategorie “Sachbücher” — “The Purpose Driven Life” von Rick Warren ist etwa so ein Fall.

Ein anderes Buch, welches seit letztem Herbst schon das Regal ziert, jetzt aber aus aktuellem Anlass endlich mal zur Hand genommen und durchgearbeitet wird, ist “Glaubensspaltung ist Gottesverrat” von Klaus Berger. Das Vorwort und die beiden einleitenden Kapitel habe ich letzte Woche mehrfach gelesen und beschlossen, hier nicht nur eine einfache Rezension zu liefern (denn das hat auch Folkmar auf der Website von ad fontes schon ganz gut geschafft), sondern vielmehr die einzelnen Argumente zu präsentieren und zu diskutieren.

“Der Skandal ist nicht nur die Spaltung, der größere Skandal ist, dass Christen sich quer durch alle Konfessionen damit abgefunden haben. Dem Verrat am expliziten Willen Jesu muss endlich Einhalt geboten werden. Ich versuche zu zeigen, wie das geschehen kann.”

Dieser Klappentext macht Lust auf mehr, und als ich am Freitagabend das Buch aufschlug, fiel er mir nochmals besonders in’s Auge — fasst er doch auch perfekt zusammen, was ich selbst zwei Tage zuvor geschrieben hatte. Darüberhinaus ist der Exeget Klaus Berger eine, wie er selbst schreibt, ökumenische Person: Katholisch im Herzen, im Denken dagegen eher evangelisch, in der Lehre jedoch ganz der Heiligen Schrift verpflichtet. Sein Buch wider die Kirchen-, ja, Glaubensspaltung thematisiert also im Hintergrund auch die Selbstspaltung, von der all jene betroffen sind, die sich nicht durch eine Dogmatik binden lassen wollen, sondern ein Verbundensein im Glauben anstreben.

Das klingt spannend, vor allem, da Berger den Untertitel “Wege aus der zerissenen Christenheit” gewählt hat, der hoffen lässt, es würden Lösungen präsentiert. In den nächsten sechs Wochen werde ich hier Stück für Stück über das Buch berichten.

Update: Gelesen habe ich das Buch zwar in der oben angegebenen Zeit, allerdings blieb dann für eine Aufarbeitung hier keine Zeit mehr. Und weil ich nicht nochmal Versprechen abgeben möchte, die ich dann nicht halten kann: Ich hoffe, dass sich hier bald ein Artikel über das Buch findet.