Brian D. McLaren: A generous orthodoxy

Mit der Rechtgläubigkeit ist es ja so eine Sache, speziell in religiösen Fragen. Anderen gesteht man dieses Prädikat selten zu, zumeist nur als Betitelung einer entsprechenden Schublade — z.B. “griechisch-orthodox” oder “ultraorthodoxe Juden” — und wenn einmal einem Einzelnen, dann eher in abwertender Form: der übertreibt es aber auch wirklich ein wenig.
Andererseits hat die Philosophie [...]

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Ian McEwan: Saturday

Meine Güte, könnte man denken, was für ein sterbenslangweiliges Sujet: Da begleitet der Leser einen vielleicht fünfzigjährigen Oberschichtentraumtänzer von Arzt aus London durch einen kompletten Samstag, erträgt seine somnambulen Selbstreflektionen, fährt mit ihm zum Squash, dann Fisch kaufen, dann die demente Mutter besuchen — und das auf satten zweihundertachtzig Seiten. Kein Detail, nicht einmal die [...]

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Richard David Precht: Wer bin ich, und wenn ja, wie viele?

Zunächst einmal vorweg geschickt: Sollte es jemanden verwundern, dass es hier in den Buchbesprechungen so unglaublich viel um meine eigene Person geht, dann liegt das zum Einen daran, dass dies hier ein Blog und kein Fachmagazin für Literatur ist; es rührt zum Anderen aber auch daher, dass ich erklären möchte, wie ich zu meinem Urteil [...]

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Adrian Goldsworthy: Caesar

Wenn ich darüber nachdenke, verwundert es mich immer wieder auf’s Neue: Obwohl ich das Unterrichtsfach Geschichte (ebenso wie Französisch und Physik) sobald es möglich war — ich meine, in Klassenstufe 10 — voller Freude und Erleichterung abgewählt habe, und obwohl diese Erleichterung und ihr Grund, nämlich die Abneigung gegen das Fach, noch etwa weitere 10 [...]

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Thich Nhat Hanh: Wie Siddhartha zum Buddha wurde

Vorurteile sind — zumindest in der Rückschau betrachtet — eine merkwürdige Sache. So war ich beispielsweise bis vor Kurzem felsenfest davon überzeugt, dass “die Buddhisten” egoistischerweise nur auf ihre eigene Erlösung bedacht sind und zwar den Gedanken an einen Gott als Weltenschöpfer und -lenker strikt ablehnen, aber dennoch den Götzenbildern ihres Buddha gottgleich huldigen. Wer [...]

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Barbara W. Tuchman: A Distant Mirror

Ich darf mich glücklich schätzen, in George R. R. Martins auf sieben Bände angelegten Romanzyklus “A Song of Ice and Fire” erst mit Erscheinen des dritten Bandes eingestiegen zu sein. Seit 2006 warte ich nun auf den fünften Teil, und während der Autor auf seiner Website keine Versprechen mehr machen will, das Buch 2008 fertigzustellen, [...]

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Klaus Berger: Glaubensspaltung ist Gottesverrat

Es gibt Bücher, die bleiben, während andere an ihnen vorbeiziehen, lange Zeit auf dem ersten Platz der Queue “Unbedingt als nächstes lesen” stehen. Nicht, weil man sie eigentlich doch nicht so gern lesen will, sondern da man weiß, dass man sich auch wirklich dezidiert Zeit dafür nehmen müsste. Vier Monate lang immer nur die selben [...]

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Cornelia Funke: Tintentod

Ende letzten Jahres ist der finale Roman der Tintenwelt-Trilogie von Cornelia Funke erschienen. Tintenherz, Tintenblut, Tintentod — das verheißt je nach Sichtweise eine gewisse Steigerung oder aber ein grausames Ende. Dass beide Vermutungen nicht zutreffen, beweist erneut, dass man auf Namen nicht allzuviel geben sollte. Inhaltlich gibt es an den Bänden auf den ersten Blick [...]

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Robert Harris: Imperium

Marcus Tullius, genannt Cicero, möchte Konsul werden. Aber dieses höchste politische Amt Roms begehren viele. Und leider lassen sich Wähler nicht allein durch gute Reden auf dem Forum überzeugen, sondern auch mittels finanzieller Zuwendungen. Dumm nur, wenn man sich als “Mann des Volkes” bereits frühzeitig die Aristokraten und Superreichen zum Feind gemacht hat…
Sehr spannend verarbeitet [...]

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