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	<title>Frauke &#38; Lars &#187; Bücherregal</title>
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	<description>Gott ist nahe, wo die Menschen einander Liebe zeigen.</description>
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		<title>Original oder Übersetzung?</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 17:04:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><span property="dc:creator" resource="http://fraukeundlars.de/original-oder-uebersetzung/">Lars</span></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücherregal]]></category>
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		<description><![CDATA[Marcel hat kürzlich in seinem Bücherblog &#8220;Read that!&#8221; seine Sicht auf Originale und Übersetzungen kundgetan, ein Thema, das mich schon seit etwa 20 Jahren beschäftigt. The Colour of Language Ich lese seit Anfang der 90er viele Bücher englischsprachiger Autoren auf Englisch &#8211; mittlerweile ist es der bei Weitem überwiegende Anteil. Angefangen hatte das Ganze damals [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Marcel hat kürzlich <a title="Bücher in der Originalsprache lesen - Marcel auf &quot;Read that!&quot;" href="http://readthat.de/1887/bucher-in-der-originalsprache-lesen" target="_blank">in seinem Bücherblog &#8220;Read that!&#8221; seine Sicht auf Originale und Übersetzungen kundgetan</a>, ein Thema, das mich schon seit etwa 20 Jahren beschäftigt.</p>
<h4 style="text-align: center;">The Colour of Language</h4>
<p>Ich lese seit Anfang der 90er viele Bücher englischsprachiger Autoren auf Englisch &#8211; mittlerweile ist es der bei Weitem überwiegende Anteil. Angefangen hatte das Ganze damals aus einer Not heraus, nämlich der, dass ich alle übersetzten <a title="Was ist die Scheibenwelt?" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Scheibenwelt-Romane" target="_blank">Scheibenwelt-Romane</a> von <a title="Terry Pratchett in der Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Terry_Pratchett" target="_blank">Terry Pratchett</a> schon kannte, die in der Leihbücherei in unserem Stadtteil vorrätig waren, aber dann glücklicherweise in der Fremdsprachen-Ecke noch weitere unbekannte entdecken konnte.</p>
<p>Nachdem ich mich an den Umstand gewöhnt hatte, nicht jedes Wort, sondern manchmal eben nur den Gesamtkontext verstehen zu können (ich war damals in der Unterstufe, hatte also erst ca. 2-3 Jahre Englischunterricht), fiel mir schnell sehr positiv auf, dass der Sprachwitz in den Originalen wesentlich besser zog als in den eher mäßigen, schludrigen und mit heißer Nadel (oder besser gesagt, Feder) erstellten Übersetzungen, wie sie ja leider für &#8220;Trivialliteratur&#8221; an der Tagesordnung sind. (Pratchett arbeitet viel mit <em>puns</em>, und auch die Namen von Charakteren und Orten sind häufig doppelsinnig.) Auch die technokratischen Ausdrücke und erst recht die Wortschöpfungen in <a title="William Gibson in der Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/William_Gibson" target="_blank">William Gibsons</a> Romanen, etwa der <a title="Was ist die Neuromancer-Trilogie?" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neuromancer" target="_blank">Neuromancer-Trilogie</a>, waren kaum vernünftig übersetzbar. Insofern wurde mein Lesevergnügen letztlich doch deutlich gesteigert als ich anfing, mich durch die Originale zu arbeiten. Dass ich mich damit auch näher an den Ausgangsgedanken des Autoren befinde, wurde mir erst später klar.</p>
<h4 style="text-align: center;">A Song of Thoughts and Words</h4>
<p>Heute spielen für mich als Vielleser neben diesen beiden Punkten &#8211; gedankliche und sprachliche Qualität des Ausgangstextes bleiben erhalten &#8211; noch zwei weitere Beweggründe eine große Rolle: Zum Einen sind englische Bücher durch Wechselkurse und die entfallende Buchpreisbindung oft wesentlich günstiger als die hiesigen Pendants. Und zum Anderen muss ich &#8211; wie bspw. im Falle des neuesten Bandes aus dem <a title="Das Lied von Eis und Feuer, ein Fantasy-Epos" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Lied_von_Eis_und_Feuer" target="_blank">Song of Ice and Fire</a> von <a title="George R.R. Martin in der Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/George_R._R._Martin" target="_blank">George R.R. Martin</a>, der dieser Tage erscheint &#8211; nicht erst warten, bis ein Übersetzer mit einem knapp 1.000 Seiten umfassenden Werk fertig geworden ist, sondern kann mich gleich unverfälscht in die (Fortsetzung der) Geschichte stürzen.</p>
<p>Doch natürlich gibt es auch Argumente für Übersetzungen: <a title="Umberto Eco in der Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Umberto_Eco" target="_blank">Umberto Eco</a> etwa könnte ich im Original nicht lesen, und der Übersetzer <a title="Burkhart Kroeber" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Burkhart_Kroeber" target="_blank">Burkhart Kroeber</a> findet nicht nur die richtigen Worte, sondern sogar den richtigen Ton. Fachbücher aus Feldern mit einem speziellen, jedoch stark eingeschränkten Wortschatz &#8211; wie der Mathematik, die ja auf eine lange deutschsprachige Historie zurückblicken kann &#8211; lese ich auch gerne in der Übersetzung (bei Informatikbüchern sieht das wegen der englisch-geprägten Fachsprache allerdings schon wieder anders aus).</p>
<p>Und dann gibt es natürlich noch die Fälle, wo verschiedene Übersetzungen &#8211; u.U. sogar noch aus unterschiedlichen Epochen &#8211; nicht nur als eine Art Sekundärliteratur zum vertieften Verständnis des Ausgangswerkes beitragen, sondern auch Licht auf die Gesellschaft werfen, in die bzw. in deren Sprache sie hinein übertragen wurden.</p>


<p>Darüberhinaus:<ul><li><a href='http://fraukeundlars.de/ian-mcewan-saturday/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2009-03-12 09:18:18" resource="http://fraukeundlars.de/ian-mcewan-saturday/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/ian-mcewan-saturday/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/ian-mcewan-saturday/">Ian McEwan: Saturday</span>'><span property="dc:date" content="2009-03-12 09:18:18" resource="http://fraukeundlars.de/ian-mcewan-saturday/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/ian-mcewan-saturday/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/ian-mcewan-saturday/">Ian McEwan: Saturday</span></a></li>
<li><a href='http://fraukeundlars.de/alessandro-manzoni-die-brautleute/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2010-03-14 22:27:42" resource="http://fraukeundlars.de/alessandro-manzoni-die-brautleute/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/alessandro-manzoni-die-brautleute/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/alessandro-manzoni-die-brautleute/">Alessandro Manzoni: Die Brautleute</span>'><span property="dc:date" content="2010-03-14 22:27:42" resource="http://fraukeundlars.de/alessandro-manzoni-die-brautleute/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/alessandro-manzoni-die-brautleute/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/alessandro-manzoni-die-brautleute/">Alessandro Manzoni: Die Brautleute</span></a></li>
<li><a href='http://fraukeundlars.de/uwe-birnstein-georg-schwikart-katholisch-never-evangelisch-never/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2010-05-13 08:39:16" resource="http://fraukeundlars.de/uwe-birnstein-georg-schwikart-katholisch-never-evangelisch-never/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/uwe-birnstein-georg-schwikart-katholisch-never-evangelisch-never/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/uwe-birnstein-georg-schwikart-katholisch-never-evangelisch-never/">Uwe Birnstein, Georg Schwikart: &#8220;Katholisch? Never! Evangelisch? Never!&#8221;</span>'><span property="dc:date" content="2010-05-13 08:39:16" resource="http://fraukeundlars.de/uwe-birnstein-georg-schwikart-katholisch-never-evangelisch-never/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/uwe-birnstein-georg-schwikart-katholisch-never-evangelisch-never/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/uwe-birnstein-georg-schwikart-katholisch-never-evangelisch-never/">Uwe Birnstein, Georg Schwikart: &#8220;Katholisch? Never! Evangelisch? Never!&#8221;</span></a></li>
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		<title>Jonathan Franzen: Freedom</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Nov 2010 09:58:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><span property="dc:creator" resource="http://fraukeundlars.de/jonathan-franzen-freedom/">Lars</span></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für einen der besten bereits im neuen Jahrtausend erschienenen Romane halte ich das Familienepos The Corrections des mir bis zum Zeitpunkt meiner Lektüre noch unbekannten Amerikaners Jonathan Franzen. Das Thema Thomas Manns hundert Jahre zuvor erschienenen, nobelpreisprämierten Werkes Buddenbrooks wurde in diesem Buch &#8212; wenn auch in der Mittelschicht der USA und nicht im Großbürgertum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für einen der besten bereits im neuen Jahrtausend erschienenen Romane halte ich das Familienepos <a title="Engl. Wikipedia-Artikel über The Corrections" href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Corrections" target="_blank"><em>The Corrections</em></a> des mir bis zum Zeitpunkt meiner Lektüre noch unbekannten Amerikaners <a title="Wikipedia-Eintrag über Jonathan Franzen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jonathan_Franzen" target="_blank">Jonathan Franzen</a>. Das Thema <a title="Wikipedia-Artikel über Thomas Mann" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Mann" target="_blank">Thomas Manns</a> hundert Jahre zuvor erschienenen, nobelpreisprämierten Werkes <a title="Wikipedia-Eintrag über Buddenbrooks" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Buddenbrooks" target="_blank"><em>Buddenbrooks</em></a> wurde in diesem Buch &#8212; wenn auch in der Mittelschicht der USA und nicht im Großbürgertum Lübecks , wenn auch in expansiver Erzähltechnik und nicht in chronologischer Abfolge &#8212; aus den streng geregelten Verhältnissen der Moderne in die totale Verwirrung der Postmoderne transportiert.  Beide Gesellschaftsromane zeichnen sich dadurch aus, dass sie mit erschreckender Nähe zum aktuellen Zeitgeschehen sowie einer nicht minder erschreckend präzisen Beobachtungsgabe schildern, wie die einzelnen Mitglieder einer Familie (und damit auch die Familie insgesamt, ja, gewissermaßen <em>an sich</em>) am Leben oder besser gesagt ihren überhöhten Erwartungen daran scheitern.</p>
<p>Nun gibt es mit <a href="http://www.amazon.de/gp/product/349802129X?ie=UTF8&amp;tag=stitz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=349802129X"><em>Freedom</em></a> ein Update, das zeigt, wieviel sich im zurückliegenden Jahrzehnt bereits wieder verändert hat. Nicht länger sind es die Börsenspekulationsblase der new economy, die Furcht vor den unheilbaren Folgen des Älterwerdens, die Flucht in Küchenpsychologie oder den Abenteuerkapitalismus in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion, welche als Stolpersteine die Protagonisten zu Fall bringen. Diesmal geht es um den schwierigen Spagat zwischen Ideologien und Pragmatismus &#8212; dargestellt an dem Problemfeld, das sich zwischen Naturschutz und Geschäftsinteressen, Politik und Moral auftut &#8212; sowie (ganz allgemein gesprochen) um ungestillte Begierden, wobei natürlich die Sexualität als basalste Form und mit ihr das Spannungsfeld zwischen Promiskuität und Loyalität immer wieder thematisiert wird.</p>
<p>Das wichtigste Thema jedoch, und darauf spielt der Titel des Buches treffsicher an, ist Freiheit, obwohl es sich dabei ja um einen derart schwammigen, allgemeinen und abstrakten Begriff handelt. Also präzise: Es geht um die Freiheit, sein Leben so zu führen, wie man es gerne möchte oder zumindest momentan gerade für richtig hält. Um die Freiheit, autonome Entscheidungen zu treffen, Dinge zu tun oder zu lassen, Unterstützung zu gewähren oder zu verweigern, Hilfe anzunehmen oder abzulehnen&#8230;</p>
<p>Man sieht es schon an dieser Aufzählung: Franzen thematisiert, wie durch die Individualisierung der Einzelne zwar freier wird (im Sinne einer angenehmen Ungebundenheit), jedoch auch einsamer und letztlich hilfloser &#8212; wie aber andererseits, obwohl schon die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft (die Familie, der Arbeit- bzw. Geldgeber, Freunde) diese individuelle Freiheit einengt, beschneidet oder ganz zunichte macht, sie für uns als Menschen immer noch lebensnotwendig ist. Auch wenn wir diese Differenzierung im Deutschen nicht machen, wird damit der Bruch zwischen Liberty (der gesellschaftlichen Freiheit) und Freedom (der individuellen Freiheit) quasi der zentrale Aufhänger des Romans: Alle können fast alles tun und lassen, was sie wollen, aber meinen Entscheidungen sind sehr enge Grenzen gesetzt. Und so entkommen die Protagonisten, obwohl sie alle persönlichen Freiheiten im land of the free genießen, den gesellschaftlichen Zwängen nicht, sondern verstricken sich im Gegenteil immer fester darin.</p>
<p>Franzen stellt zudem gut dar, wie groß die mit dem enormen Freiheitsgrad einhergehende Verunsicherung des Individuums geworden ist. Alle bedeutsamen Entschlüsse und Handlungen der Hauptakteure (Patty, Walter und und ihr Sohn Joey Lundberg, sowie gewissermaßen auch Richard Katz, ein Freund der Eltern) sind von der unterschwelligen Angst durchzogen, Fehler zu machen &#8212; Fehler die im Rückblick ja soo absehbar waren. Mit der durch unzählige mögliche alternative Lebensentwürfe ins Unermessliche gewachsenen Entscheidungsfreiheit wächst nicht nur die Verwirrung, sondern auch die Möglichkeit, ja, sogar die Wahrscheinlichkeit, die falsche Wahl zu treffen. Der Zwang, jederzeit nicht nur die optimale, sondern möglichst sogar die ideale Option zu realisieren, setzt uns unter Druck und paralysiert uns. Doch wenn dann mal tatsächlich etwas komplett schiefgeht &#8212; im Roman, der jedoch auch in diesem Punkt seine Realitätsnähe beweist &#8211;, so passiert dies, weil frei entschieden, weil spontan gehandelt wurde.</p>
<p>Aber damit nicht genug: Dem Autor gelingt es zudem perfekt, das positive Gefühl nachzustellen, welches uns andererseits durch die gewährte Freiheit beschieden wird, nämlich,  selbstbewusst, eigenständig und unabhängig zu sein. Da es sich dabei offenbar um eine Illusion handeln muss, hat dies im Zusammenspiel mit den oben angeführten Beklemmungen und Abhängigkeiten (sowie Co-Abhängigkeiten!) voneinander schon etwas ungesundes, schizophrenes. Die Charaktere teilen folgerichtig miteinander den Hang zum Wahnhaften, den sie allerdings aneinander erkennen und verachten, sodass sich dem Leser ständig implizit die Frage stellt, ob er denn auch so sei.</p>
<p>Es sollte klar geworden sein: <em>Freedom</em> ist, wie schon <em>The Corrections</em> (oder <em>Buddenbrooks</em>) eigentlich kein positiver, hoffnungsvoller Roman. Ja, das Buch ist an vielen Stellen amüsant (etwa, wenn Joey Stunden vor einer extrem wichtigen Flugreise nach Übersee versehentlich seinen Ehering verschluckt), aber der Humor bleibt halbwegs zynisch, halbwegs mitleidig belächelnd. Umso mehr verwundert das Ende, das die Geschichte nimmt, da es so unerwartet kommt, wie es sich klischeehaft ausnimmt.  Franzen deutet an, es gebe Hoffnung für das erfüllte Leben des Einzelnen in den Gemeinschaften &#8212; wenn der Einzelne sich und seine Freiheit nur nicht so wichtig nähme. &#8220;Die Hölle, das sind die Anderen&#8221;, schrieb Sartre. Franzen pflichtet ihm bei, erklärt uns aber, warum das eigentlich so ist: Weil wir uns nicht auf die Anderen einstellen, sondern uns von ihnen entfremden und trennen, obwohl wir so dringend auf sie angewiesen sind. Alles in allem ein scharfsichtiges Werk, das unsere Zeitverhältnisse in klarem Licht und unterhaltsam darstellt.</p>


<p>Darüberhinaus:<ul><li><a href='http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2009-01-26 20:00:05" resource="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/">Thich Nhat Hanh: Wie Siddhartha zum Buddha wurde</span>'><span property="dc:date" content="2009-01-26 20:00:05" resource="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/">Thich Nhat Hanh: Wie Siddhartha zum Buddha wurde</span></a></li>
<li><a href='http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2009-02-11 08:29:33" resource="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/">Adrian Goldsworthy: Caesar</span>'><span property="dc:date" content="2009-02-11 08:29:33" resource="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/">Adrian Goldsworthy: Caesar</span></a></li>
<li><a href='http://fraukeundlars.de/ian-mcewan-saturday/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2009-03-12 09:18:18" resource="http://fraukeundlars.de/ian-mcewan-saturday/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/ian-mcewan-saturday/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/ian-mcewan-saturday/">Ian McEwan: Saturday</span>'><span property="dc:date" content="2009-03-12 09:18:18" resource="http://fraukeundlars.de/ian-mcewan-saturday/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/ian-mcewan-saturday/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/ian-mcewan-saturday/">Ian McEwan: Saturday</span></a></li>
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		<title>Stille – Gastfreundschaft – Gebet</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Sep 2010 12:27:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><span property="dc:creator" resource="http://fraukeundlars.de/stille-gastfreundschaft-gebet/">Frauke</span></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geistlicher Lesegenuss mit der leider bislang nur antiquarisch gefundenen Schrift "Der dreifache Weg" von Henri M. Nouwen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Nouwen Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Henri_J._M._Nouwen" target="_blank">Henri J.M. Nouwen</a>, zu seinen Lebzeiten u.a. Pastoraltheologe und geistlicher Mitarbeiter der <a title="Arche Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/L%27Arche" target="_blank">&#8220;Arche&#8221;</a>, führt in 3 grundlegende Prinzipien des christlich-spirituellen Lebens ein:</p>
<ul>
<li>Stille (in Abgrenzung zur Einsamkeit): Ein inniges Alleinseinkönnen mit sich selbst</li>
<li>Gastfreundschaft bzw. Gastfreiheit: Eine geistige Haltung als Voraussetzung für alle zwischenmenschlichen Kontakte</li>
<li>Gebet: Eine vor allem innere Hinwendung zu Gott, die sich klar von Illusion oder stark esoterisch geprägten Meditationsformen abgrenzen will und das wichtigste Element jeder christlichen Gemeinschaft sein sollte.</li>
</ul>
<p>Das Buch hat mich &#8211; auch wegen z.T. wohl nicht ganz günstiger Übersetzung aus dem Niederländischen &#8211; eine längere Zeit begleitet, ehe ich es durchgelesen hatte. Insbesondere beim Thema Gebet bin ich noch gedanklich am Knacken, stimme aber tendenziell eher zu. Gemeinschaft, Brotbrechen und Apostellehre sind nach den Worten Jesu nicht wegzudenken. Ob nun das Gewicht auf Gebet gelegt werden muss, kann man diskutieren. Würd mich über Kommentare zu dieser Frage freuen.</p>


<p>Darüberhinaus:<ul><li><a href='http://fraukeundlars.de/oekt-2010-universum-und-schopfung-zeichen-der-hoffnung/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2010-05-14 08:22:22" resource="http://fraukeundlars.de/oekt-2010-universum-und-schopfung-zeichen-der-hoffnung/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/oekt-2010-universum-und-schopfung-zeichen-der-hoffnung/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/oekt-2010-universum-und-schopfung-zeichen-der-hoffnung/">ÖKT 2010: Universum und Schöpfung &#8211; Zeichen der Hoffnung?</span>'><span property="dc:date" content="2010-05-14 08:22:22" resource="http://fraukeundlars.de/oekt-2010-universum-und-schopfung-zeichen-der-hoffnung/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/oekt-2010-universum-und-schopfung-zeichen-der-hoffnung/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/oekt-2010-universum-und-schopfung-zeichen-der-hoffnung/">ÖKT 2010: Universum und Schöpfung &#8211; Zeichen der Hoffnung?</span></a></li>
<li><a href='http://fraukeundlars.de/okt-2010-anreise/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2010-05-12 16:27:07" resource="http://fraukeundlars.de/okt-2010-anreise/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/okt-2010-anreise/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/okt-2010-anreise/">ÖKT 2010: Anreise</span>'><span property="dc:date" content="2010-05-12 16:27:07" resource="http://fraukeundlars.de/okt-2010-anreise/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/okt-2010-anreise/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/okt-2010-anreise/">ÖKT 2010: Anreise</span></a></li>
<li><a href='http://fraukeundlars.de/okt-2010-wie-glauben-leben/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2010-05-18 22:48:20" resource="http://fraukeundlars.de/okt-2010-wie-glauben-leben/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/okt-2010-wie-glauben-leben/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/okt-2010-wie-glauben-leben/">ÖKT 2010: Wie Glauben leben?</span>'><span property="dc:date" content="2010-05-18 22:48:20" resource="http://fraukeundlars.de/okt-2010-wie-glauben-leben/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/okt-2010-wie-glauben-leben/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/okt-2010-wie-glauben-leben/">ÖKT 2010: Wie Glauben leben?</span></a></li>
</ul></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Uwe Birnstein, Georg Schwikart: &#8220;Katholisch? Never! Evangelisch? Never!&#8221;</title>
		<link>http://fraukeundlars.de/uwe-birnstein-georg-schwikart-katholisch-never-evangelisch-never/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 May 2010 06:39:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><span property="dc:creator" resource="http://fraukeundlars.de/uwe-birnstein-georg-schwikart-katholisch-never-evangelisch-never/">Lars</span></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücherregal]]></category>
		<category><![CDATA[books]]></category>
		<category><![CDATA[ecumenism]]></category>
		<category><![CDATA[ÖKT 2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Herrlich plakativ und für den anvisierten Zweck &#8211; mir also die Reise zum ÖKT zu verkürzen &#8211; wunderbar geeignet ist das gerade rechtzeitig erschienene Buch von Uwe Birnstein und Georg Schwikart mit dem Titel &#8220;Katholisch? Never!&#8221; bzw. &#8220;Evangelisch? Never!&#8221;. Beide Autoren bemühen in dieser Abhandlung aus ihrem jeweiligen, konfessionell geprägten Blickwinkel zunächst alle gängigen Klischees, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Herrlich plakativ und für den anvisierten Zweck &#8211; mir also die Reise zum ÖKT zu verkürzen &#8211; wunderbar geeignet ist das gerade rechtzeitig erschienene Buch von Uwe Birnstein und Georg Schwikart mit dem Titel &#8220;Katholisch? Never!&#8221; bzw. &#8220;Evangelisch? Never!&#8221;. Beide Autoren bemühen in dieser Abhandlung aus ihrem jeweiligen, konfessionell geprägten Blickwinkel zunächst alle gängigen Klischees, warum sie die Gläubigen der jeweils anderen Kirche eben nicht beneiden, nein, vielmehr bemitleiden, und auf keinen Fall mit ihnen tauschen würden &#8211; weil man es ja selbst schließlich so viel besser hat. Derartige Tiraden sind natürlich mit einem doppelten Augenzwinkern verfasst, was auch bereits deutlich wird, nimmt man den Band zur Hand: er besitzt auf den ersten Blick zwei Rücken und zwei Vorderseiten, und lädt also von jeder Seite gleichsam zum Lesen ein. Jede Sichtweise ist also gewissermaßen &#8220;die Richtige&#8221;, hat aber ihre durchaus ebenso berechtigte Kehrseite.</p>
<p>Insofern wurden hier zwei Bücher schon auf sichtbare Weise &#8220;ineinander verschränkt&#8221;, ein erzkatholisches und ein höchstprotestantisches. Aber jedes der beiden ist ebenfalls zweigeteilt: nach dem augenzwinkernden Auseinandernehmen der Anderen und dem ebenso humorvollen Herausstreichen der eigenen Vorzüge folgt eine durchaus ernsthafte und konstruktive Diskussion, wie Ökumene gelingen kann: auf der Basis des gegenseitigen Anerkennens von Stärken und Schwächen, aus dem gegenseitigen Lernen voneinander und als letztlich der Erkenntnis, dass jede Teilgruppe der Christenheit auf die andere(n) angewiesen ist &#8211; auch, weil wir nur so den vollständigen Leib Christi repräsentieren können.</p>


<p>Darüberhinaus:<ul><li><a href='http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2009-01-26 20:00:05" resource="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/">Thich Nhat Hanh: Wie Siddhartha zum Buddha wurde</span>'><span property="dc:date" content="2009-01-26 20:00:05" resource="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/">Thich Nhat Hanh: Wie Siddhartha zum Buddha wurde</span></a></li>
<li><a href='http://fraukeundlars.de/ian-mcewan-saturday/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2009-03-12 09:18:18" resource="http://fraukeundlars.de/ian-mcewan-saturday/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/ian-mcewan-saturday/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/ian-mcewan-saturday/">Ian McEwan: Saturday</span>'><span property="dc:date" content="2009-03-12 09:18:18" resource="http://fraukeundlars.de/ian-mcewan-saturday/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/ian-mcewan-saturday/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/ian-mcewan-saturday/">Ian McEwan: Saturday</span></a></li>
<li><a href='http://fraukeundlars.de/alessandro-manzoni-die-brautleute/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2010-03-14 22:27:42" resource="http://fraukeundlars.de/alessandro-manzoni-die-brautleute/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/alessandro-manzoni-die-brautleute/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/alessandro-manzoni-die-brautleute/">Alessandro Manzoni: Die Brautleute</span>'><span property="dc:date" content="2010-03-14 22:27:42" resource="http://fraukeundlars.de/alessandro-manzoni-die-brautleute/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/alessandro-manzoni-die-brautleute/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/alessandro-manzoni-die-brautleute/">Alessandro Manzoni: Die Brautleute</span></a></li>
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		<title>Alessandro Manzoni: Die Brautleute</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 20:27:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mit den Klassikern aus Goethes Zeit stand ich bislang interessenbedingt eher auf Kriegsfuß, insbesondere, wenn sie in Schwartenstärke auftraten. Aber wenn einer der eigenen Lieblingsautoren &#8212; in meinem Fall Umberto Eco &#8212; des Lobs für ein Werk nicht müde wird, und wenn dann auch noch eine gefeierte Neuübersetzung des betreffenden Werks vorliegt, just von dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit den Klassikern aus Goethes Zeit stand ich bislang interessenbedingt eher auf Kriegsfuß, insbesondere, wenn sie in Schwartenstärke auftraten. Aber wenn einer der eigenen Lieblingsautoren &#8212; in meinem Fall <a title="Wikipedia-Eintrag über Umberto Eco" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Umberto_Eco" target="_blank">Umberto Eco</a> &#8212; des Lobs für ein Werk nicht müde wird, und wenn dann auch noch eine gefeierte Neuübersetzung des betreffenden Werks vorliegt, just von dem Übersetzer, der auch Ecos Werke ins Deutsche zu übertragen weiß &#8212; <a title="Wikipedia-Eintrag über Burkhart Kröber" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Burkhart_Kroeber" target="_blank">Burkhart Kröber</a> &#8212; dann dürfte das Ergebnis einen Versuch mal wert sein, dachte ich mir. Ein Glück!</p>
<p>Worum geht es? In nuce: Man schreibt das Jahr 1628, und die Verlobten Lucia und Renzo, Bergler aus der Lombardei, wollen heiraten. Doch leider hat auch der fiese Fürst Don Rodrigo ein Auge auf Lucia geworfen und bringt den ängstlichen Ortsgeistlichen Don Abbondio dazu, die Trauung bis auf Weiteres zu verschieben, um Renzo in der Zwischenzeit außer Landes zu jagen. Gemeinsam mit Lucias Mutter Agnese spinnen die beiden Brautleute daraufhin eine List, um doch noch den Segen des Pfarrers zu erhalten.</p>
<p>Was als Bauernschwank beginnt, entpuppt sich als sehr abwechselungsreiches Lesevergnügen: dieser Roman ist gleichzeitig auch Geschichtsbuch und Sozialstudie, und der Autor (der nach Selbstauskunft nur ein Manuskript eines unbekannten Schriftstellers aus dem 17. Jh. verarbeitet) fügt viele interessante Anmerkungen ein, die sich bisweilen zu seitenlangen Abschweifungen entwickeln. Kritisch werden alle Schichten der Gesellschaft vorgestellt und beäugt, ohne dass die Zusammenhänge konstruiert werden müssen &#8212; die Geschichte fließt so leicht und fröhlich dahin wie die Adda, und dank schicksalshafter Wendungen bleibt es spannend bis zum Schluss. Unbedingte Leseempfehlung, wobei man für die 850 Seiten durchaus ein wenig Muße mitbringen sollte.</p>


<p>Darüberhinaus:<ul><li><a href='http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2008-04-03 08:31:49" resource="http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/">Robert Harris: Imperium</span>'><span property="dc:date" content="2008-04-03 08:31:49" resource="http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/">Robert Harris: Imperium</span></a></li>
<li><a href='http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2009-01-26 20:00:05" resource="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/">Thich Nhat Hanh: Wie Siddhartha zum Buddha wurde</span>'><span property="dc:date" content="2009-01-26 20:00:05" resource="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/">Thich Nhat Hanh: Wie Siddhartha zum Buddha wurde</span></a></li>
<li><a href='http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2009-02-11 08:29:33" resource="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/">Adrian Goldsworthy: Caesar</span>'><span property="dc:date" content="2009-02-11 08:29:33" resource="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/">Adrian Goldsworthy: Caesar</span></a></li>
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		<title>Brian D. McLaren: A generous orthodoxy</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jan 2010 16:59:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mit der Rechtgläubigkeit ist es ja so eine Sache, speziell in religiösen Fragen. Anderen gesteht man dieses Prädikat selten zu, zumeist nur als Betitelung einer entsprechenden Schublade &#8212; z.B. &#8220;griechisch-orthodox&#8221; oder &#8220;ultraorthodoxe Juden&#8221; &#8212; und wenn einmal einem Einzelnen, dann eher in abwertender Form: der übertreibt es aber auch wirklich ein wenig. Andererseits hat die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Rechtgläubigkeit ist es ja so eine Sache, speziell in religiösen Fragen. Anderen gesteht man dieses Prädikat selten zu, zumeist nur als Betitelung einer entsprechenden Schublade &#8212; z.B. &#8220;griechisch-orthodox&#8221; oder &#8220;ultraorthodoxe Juden&#8221; &#8212; und wenn einmal einem Einzelnen, dann eher in abwertender Form: der übertreibt es aber auch wirklich ein wenig.</p>
<p>Andererseits hat die Philosophie der Postmoderne zudem zu einer derartigen Relativierung aller Wahrheitsansprüche geführt, dass nur wenige junge Christen sich selbst heutzutage noch ernsthaft als &#8220;rechtgläubig&#8221; bezeichnen würden &#8212; und das zu Recht! Insofern ist der Titel von <a title="Wikipedia-Eintrag über Brian McLaren" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brian_McLaren" target="_blank">Brian McLaren</a>s Buch, <em>&#8220;A generous orthodoxy&#8221;</em>, natürlich eine kalkulierte Provokation; umso mehr, als der zugegebenermaßen etwas länglich anmutende Untertitel dann ausführt: &#8220;<strong>Why I am a </strong>missional, evangelical, post/protestant, liberal/conservative, mystical/poetic, biblical, charismatic/contemplative, fundamentalist/calvinist, anabaptist/anglican, methodist, catholic, green, incarnational, depressed-yet-hopeful, emergent, unfinished <strong>christian.</strong>&#8221; Ahja.</p>
<p>Nun könnte man meinen, dies solle das ziemlich langweilige Credo eines Christen werden, der versucht, es allen irgendwie recht zu machen. Diesen Eindruck möchte ich aber schnellstens wieder zerstreuen, denn bereits auf den ersten Seiten wird klar, dass man als Christ mit einer solchen Einstellung immer noch zwischen allen Stühlen sitzt und von jedermann weniger Lob als vielmehr Kritik erwarten darf. Insofern liegt hier für jeden, der sich darauf einlassen mag, ein vergnügliches Stück Apologetik vor &#8212; vergnüglich deshalb, weil es McLaren gelingt, in bester Manier der <a title="Wikipedia-Eintrag über Dekonstruktion" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dekonstruktion" target="_blank">Dekonstruktion</a>, jedes der im Untertitel aufgelisteten Adjektive überraschend auf seine ursprüngliche Bedeutung hin zurückzuführen. Das macht nicht nur Spaß zu lesen, es versetzt auch in jedem Kapitel wieder neue Denkanstöße.</p>
<p>Letztlich geht es McLaren nicht um ein Aufteilen der Welt in Gut und Böse, sondern um ein Betrachten der Zustände aus ungewohnten Blickwinkeln. Und so ist natürlich auch die selbstbehauptete &#8220;Rechtgläubigkeit&#8221; natürlich nicht durch irgendwelche Dogmen, sondern den Geist der Großherzigkeit definiert, was mir sehr gut getan hat &#8212; auch wenn ich nicht überall mit seinen Ansichten übereingestimmt habe. Aber wir wollen mal nicht so sein.</p>
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		<title>Ian McEwan: Saturday</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 07:18:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><span property="dc:creator" resource="http://fraukeundlars.de/ian-mcewan-saturday/">Lars</span></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Meine Güte, könnte man denken, was für ein sterbenslangweiliges Sujet: Da begleitet der Leser einen vielleicht fünfzigjährigen Oberschichtentraumtänzer von Arzt aus London durch einen kompletten Samstag, erträgt seine somnambulen Selbstreflektionen, fährt mit ihm zum Squash, dann Fisch kaufen, dann die demente Mutter besuchen &#8212; und das auf satten zweihundertachtzig Seiten. Kein Detail, nicht einmal die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Güte, könnte man denken, was für ein sterbenslangweiliges Sujet: Da begleitet der Leser einen vielleicht fünfzigjährigen Oberschichtentraumtänzer von Arzt aus London durch einen kompletten Samstag, erträgt seine somnambulen Selbstreflektionen, fährt mit ihm zum Squash, dann Fisch kaufen, dann die demente Mutter besuchen &#8212; und das auf satten zweihundertachtzig Seiten. Kein Detail, nicht einmal die Betrachtung darüber, wie der Strahl des Protagonisten im Pissoir spielt, bleiben ihm erspart. Muss man sowas wirklich lesen?</p>
<p>Nein, natürlich nicht. Aber etwa ab Seite 20 <em>will </em>man es lesen, am besten ohne Absetzen. Denn dieses Buch übt einen unheimlichen Sog aus, der ähnlich demjenigen ist, der von einer guten Fernsehserie ausgeht: Man wird vertraut, ja, geradezu intim mit dem Personal; sein Schicksal ist nicht nur leidlich interessant, sondern wird mit der Zeit von bestimmender Wichtigkeit. Und selbst die eher unappetitlichen oder traurigen Details der Lebengeschichten der Figuren üben irgendwann eine schon voyeuristisch anmutende Faszination aus.</p>
<p>Nur, dass in dem Roman <em>Saturday</em> des Briten Ian McEwan dieser Effekt noch wesentlich verstärkt wird durch den Umstand, dass ein allwissender Erzähler Einblicke gewährt in die geheimsten inneren Regungen der Hauptperson, Henry Perowne, die einem Zuschauer bei einem Fernsehspiel noch unzugänglich blieben. Jeder seiner Gedanken, der ihm selbst bewußt ist, wird dem Leser offenbart. Aber die anderen Personen, Henrys Frau Rosalind oder seine Kinder Theo und Daisy, bleiben für den Leser so undurchschaubar, wie sie es für Henry sind. Dieses ganz natürliche Konzept der Fokussierung und gleichzeitiger Begrenzung des Bewusstseins macht die Geschichte zu einem intensiven, unmittelbaren Erleben und gibt gleichzeitig immer nur soviel an Informationen preis, dass man geradezu weiterlesen muss &#8212; und seien es nur noch ein, zwei Seiten.</p>
<p>Also erhebt sich der Leser gemeinsam mit Henry mitten in einer klaren Februarnacht aus einer Phase der Schlaflosigkeit, öffnet das Fenster, welches auf einen kleinen Platz herunterblickt, und hängt in der Kühle der Nachtluft seinen Gedanken nach: der Beruf (Neurochirurg) und die Patienten, die Kinder Daisy (werdende Dichterin) und Theo (angehender Blues-Musiker), Rosalind (Ehegattin und Juristin) und Hans Blix. Für den vor uns liegenden Samstag ist in London eine große Demonstration gegen die Pläne der Blair-Regierung zur Unterstützung des Einmarsches der Amerikaner in den Irak geplant. Doch diese Reflektionen werden abrupt beendet, als ein Feuerball (ein Meteor? ein Flugzeug?) vor unseren Augen den Himmel durchquert. Ein terroristischer Anschlag? Fast schon hoffnungsvoll macht machen wir uns mit Henry auf in die Küche, um das Radio anzustellen.</p>
<p><em>Saturday</em> besitzt unglaublich viel Subtext, und gerade der macht diesen Roman so reichhaltig. Da ist einerseits die bereits angedeutete Thematisierung des Bewusstseins, einerseits durch die Form der Erzählung, andererseits natürlich über die Gedankengänge Perownes hinsichtlich seines Berufes. Daneben deckt McEwan in seinem Buch aber auch die Schizophrenie der Existenzängste eines Oberschichtlers der westlichen Welt in der Zeit nach 9/11 auf: Eher befürchtet man täglich einen Anschlag durch unbekannte Ausländer eines anderen Kulturkreises, als dass man konkrete Bedrohungen in seinem eigenen Umfeld wahr- oder ernstnimmt. Eher befürwortet man den Einmarschbefehl in eine fremde Nation durch die Regierung, weil damit ja der dortigen Bevölkerung geholfen sei, als dass man eine an sich selbst verübte Straftat verfolgen würde. Und man sieht ständig eine Bedrohung seines Glücks, seiner Stadt, seines Besitzes, seiner Familie. Dieses Damoklesschwert, das durch die Geschehnisse des Tages immer wieder wechselnde Formen annimmt, sorgt für die notwendige Spannung, um den Leser von der Weiterführung der Selbstreflektionen Perownes abzuhalten und dagegen zum Umblättern zu zwingen.</p>
<p>Wirklich angenehm dabei ist der Umstand, dass McEwan seine Figur angesichts der drohenden obskuren Gefahren eben nicht psychologisiert. Die Erzählung bleibt vollkommen natürlich und gewinnt unter Anderem auch dadurch an Authentizität, dass der Protagonist den einen oder anderen unangenehmen Gedanken beherzt beiseite wischt. Desweiteren wird durch die strikte (wenn auch entspannte) Tagesplanung der Hauptperson für diesen Samstag eine gewisse Episodenhaftigkeit gesetzt, mithilfe derer die Storyline in wohldefinierte Abschnitte aufgebrochen wird. Und es ist wie im echten Leben, samstags &#8211; nach jedem Abschnitt hat der Leser das Gefühl: So, das wäre jetzt auch geschafft! Gleichzeitig wahrt der Autor aber auch die Form des klassischen Theaterstücks in fünf Akten (denen auch die Zwischenakte nicht fehlen), sodass letzlich die etablierte Form mit modernen Mitteln ausgestaltet wird.</p>
<p>Ich fand <em>Saturday </em>außergewöhnlich intensiv und spannend für ein literarisches Werk seines Anspruchs. Oder aber: ich fand den Roman außergewöhnlich niveauvoll für ein Melodram dieser Kürze. Oder aber: Für ein Werk, das sich so wenig in eine Schublade einordnen lässt, und trotzdem derart aus einem Guss wirkt; das sich derart lebensnah zeigt und sprachlich dabei so gewählt und präzise ausdrückt; das derart leichtfüßig von einem Geschehen zum anderen läuft, aber dabei doch die ganze Schwere des Samstags eines <em>high potentials</em> unserer Leistungsgesellschaft auf den Schultern trägt, bleibt mir nur Verwunderung. Unglaublich, aber wahr.</p>


<p>Darüberhinaus:<ul><li><a href='http://fraukeundlars.de/jonathan-franzen-freedom/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2010-11-06 11:58:51" resource="http://fraukeundlars.de/jonathan-franzen-freedom/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/jonathan-franzen-freedom/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/jonathan-franzen-freedom/">Jonathan Franzen: Freedom</span>'><span property="dc:date" content="2010-11-06 11:58:51" resource="http://fraukeundlars.de/jonathan-franzen-freedom/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/jonathan-franzen-freedom/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/jonathan-franzen-freedom/">Jonathan Franzen: Freedom</span></a></li>
<li><a href='http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2009-01-26 20:00:05" resource="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/">Thich Nhat Hanh: Wie Siddhartha zum Buddha wurde</span>'><span property="dc:date" content="2009-01-26 20:00:05" resource="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/">Thich Nhat Hanh: Wie Siddhartha zum Buddha wurde</span></a></li>
<li><a href='http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2009-02-11 08:29:33" resource="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/">Adrian Goldsworthy: Caesar</span>'><span property="dc:date" content="2009-02-11 08:29:33" resource="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/">Adrian Goldsworthy: Caesar</span></a></li>
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		<title>Richard David Precht: Wer bin ich, und wenn ja, wie viele?</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 07:12:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Zunächst einmal vorweg geschickt: Sollte es jemanden verwundern, dass es hier in den Buchbesprechungen so unglaublich viel um meine eigene Person geht, dann liegt das zum Einen daran, dass dies hier ein Blog und kein Fachmagazin für Literatur ist; es rührt zum Anderen aber auch daher, dass ich erklären möchte, wie ich zu meinem Urteil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zunächst einmal vorweg geschickt: Sollte es jemanden verwundern, dass es hier in den Buchbesprechungen so unglaublich viel um meine eigene Person geht, dann liegt das zum Einen daran, dass dies hier ein Blog und kein Fachmagazin für Literatur ist; es rührt zum Anderen aber auch daher, dass ich erklären möchte, wie ich zu meinem Urteil über das gelesene Werk gekommen bin. Nichts nervt mich an Kundenrezensionen wie etwa auf Amazon mehr* als der lapidare Fehlschluß: &#8220;Das Buch ist schlecht,&#8221; bzw. &#8220;&#8230; ist großartig.&#8221; Ich kann und will hier nur darlegen, warum ein Werk, egal ob nun Buch, Musikalbum oder Film, <em>mich persönlich</em> angesprochen hat. Im Übrigen behalte ich es mir auch vor, die Kommentare und Notizen hier nachträglich zu erweitern, weil ich Denken als iterativen Prozess erlebe, in dessen Verlauf ich Schicht um Schicht freilege.</p>
<p>Soweit zur Vorrede, aber damit sind wir eigentlich auch schon mitten drin im Thema. <a title="Infos zu Richard David Precht in der Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_David_Precht" target="_blank">Richard David Precht</a> landete 2007 einen Doppelschlag mit einer den Erzählungen Fraukes nach zu urteilen so humorvollen wie für die Spätgeborenen erleuchtenden <a title="Lenin kam nur bis Lüdenscheid" href="http://www.amazon.de/gp/product/3548606962?ie=UTF8&amp;tag=stitz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3548606962" target="_blank">Autobiographie</a> über eine Kindheit in einem alternativen Elternhaus in den 60er und 70er Jahren und einer fast 400 Seiten starken Einführung in die Philosophie, derer sich dieser Artikel widmet.</p>
<p>Letzteres Werk, also das Buch mit dem immerhin gut memorisierbaren Titel &#8220;<a title="Wer bin ich, und wenn ja, wie viele?" href="http://www.amazon.de/gp/product/3442311438?ie=UTF8&amp;tag=stitz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3442311438" target="_blank">Wer bin ich, und wenn ja, wie viele?</a>&#8220;, wurde mir schon anfang 2008 an&#8217;s Herz gelegt; allerdings auf eine derart merkwürdig inhaltlich-ignorante Art und Weise, dass ich das Buch ersteinmal in die Kategorie &#8220;Irgendwann vielleicht&#8221; meines <a href="http://www.amazon.de/gp/registry/registry.html?ie=UTF8&amp;type=wishlist&amp;id=FPSFIF26A4FF" target="_blank">Amazon-Wunschzettels </a>einsortierte. Das änderte sich aber schlagartig, nachdem ich bei einem Einkaufsbummel in Hamburg die Gelegenheit hatte, längere Passagen daraus zu lesen, und der Wunsch erlebte eine steile Karriere  in Richtung &#8220;Muss ich haben&#8221;.</p>
<p>Was hatte mich auf einmal derart überzeugt? Einerseits war es die lockere Art und die verständliche Sprache, in der Precht über philosophische Zusammenhänge wie auch die Biographien der betreffenden Denker schreibt. (Das Adjektiv &#8220;verständlich&#8221; findet sich in vielen meiner Sachbuch-Rezensionen, und ist natürlich zunächst einmal sehr subjektiv, weil es lediglich ausdrückt: Ich hab&#8217;s verstanden. Aus meiner laienhaften Sicht ist es aber wichtiger, dass ich den Autor verstehen kann, als dass dieser seine Gedanken möglichst abstrakt und dadurch vielleicht fachlich besonders korrekt formuliert.) Andererseits waren es die von Precht gewählten Themengebiete, die mittlerweile für mich an Relevanz gewonnen hatten.</p>
<p>Nun ist es mit Lockerheit und Verständlichkeit ja so eine Sache, gerade, wenn es um wissenschaftliche Themen geht: Wer hochkomplexe Gedankengänge und Schlussfolgerungen einer breiten und tendenziell etwas begriffsstutzigen Öffentlichkeit wie mir zugänglich machen will, der muss einerseits radikal vereinfachen und andererseits viel mit Vergleichen, Bildern und Metaphern arbeiten. Beides beinhaltet bereits eine Interpretation der zugrundegelegten Thesen, mithin also eine grobe Verfälschung. Diesen &#8220;Fehler&#8221; kann man auch Precht vorwerfen &#8212; muss man aber nicht.</p>
<p>Denn was will ein Werk wie &#8220;Wer bin ich, &#8230;&#8221; eigentlich bezwecken? Es ist ja kein Fachbuch, sondern will lediglich Ideen vorstellen und hoffentlich Lust machen auf mehr. Sein Ziel erreicht hat es, wenn sich der Leser daraufhin einige der ernstzunehmenderen Publikationen der Philosophen und Wissenschaftler besorgt, auf die in dem immerhin fünfzehnseitigen Literaturverzeichnis hingewiesen wird. Das Buch ist also letztlich nichts weiteres als eine aufwendige Werbebroschüre für den Markt der philosophischen Möglichkeiten &#8212; und als solche eignet es sich ganz hervorragend.</p>
<p>Dieser Umstand liegt eben auch an den angesprochenen Themengebieten begründet. Das Buch zerfällt im Wesentlichen in drei Teile, die unter die ersten drei der Kant&#8217;schen Fragen gestellt werden (&#8220;Was kann ich wissen?&#8221; &#8212; &#8220;Was soll ich tun?&#8221; &#8212; &#8220;Was darf ich hoffen?&#8221;) und deren vierte (&#8220;Was ist der Mensch?&#8221;) en passant beantworten. Dabei dreht sich der erste Teil des Buches hauptsächlich um Wirklichkeit, Wahrnehmung und Bewusstsein, der zweite Abschnitt um Fragen der Ethik und Moral und Teil drei um den Bezug zwischen Determinismus und (der Möglichkeit zur Verwirklichung von) Idealen. Precht zerrt die abstrakten Ausgangsfragen mitten ins Leben, indem er ihre Relevanz anhand hochaktueller gesellschaftlicher Fragestellungen wie Sterbehilfe oder Abtreibung demonstriert. Gerade in den ersten Teil fließen dazu auch immer wieder Ergebnisse der Hirnforschung ein, was den Mutmaßungen über dieses Thema eine zusätzliche Dimension verleiht.</p>
<p>Ein nicht zu leugnendes Manko von &#8220;Wer bin ich,&#8230;&#8221;, das freilich mit der interpretativen Art des Werkes einhergeht, liegt darin, dass Precht natürlich eine Auswahl treffen musste, was die vorgestellten Philosophen und ihre Arbeiten angeht. Und hier ärgert sich auch der anspruchslose Leser dann doch das ein oder andere Mal darüber, wie wenig ausgewogen Precht argumentiert, beispielsweise in Bezug auf Vegetarismus und Tierrecht. Jedenfalls bleibt mitunter der schale Nachgeschmack, nur eine Seite gehört zu haben, also nicht umfassend informiert und damit auch irgendwie manipuliert worden zu sein. Schade &#8212; aber immerhin hat man jetzt Ansatzpunkte und kann sich auf eigene Faust weitere Informationen einholen.</p>
<p>Zugute kommt dem Werk aus meiner Sicht dagegen, dass es keine strenge Einführung ausschließlich in die philosophische Gedankenwelt sein will, sondern auch zu einem guten Teil ein wissenschaftshistorisches Buch ist. Jedes der im Schnitt zehn Seiten kurzen Kapitel bildet eine in sich geschlossene Sinneinheit, die zwar auf den vorausgegangenen aufbaut, sich aber dennoch dezidiert mit einer speziellen Frage sowie einem ausgewählten Denker und seinem Werk befasst. Das macht es problemlos möglich, auch nur einzelne Kapitel zu lesen und trotzdem den Faden nicht ständig zu verlieren und neu aufnehmen zu müssen, und trägt daher dem Verständnis bei, wovon insbesondere Personen profitieren werden, die nur wenig Zeit zum Lesen haben. Zudem unterstreicht es die iterative Natur des philosophischen Diskurses und erweitert das Weltbild sanft und sukzessive, was für den Laien durchaus besser zu verdauen ist.</p>
<p>Ich habe dieses Buch mit viel Gewinn gelesen; aber wichtiger aus meiner Sicht war, dass mir das Lesen auch viel Spaß gemacht hat. Es gehört auch zu den Werken, die ich auf meine mentale Wiedervorlage gesetzt habe, um es in ein paar Jahren nochmal zu Gemüte zu führen. Davor werde ich aber sicherlich das ein oder andere Werk aus dem reichhaltigen Literaturverzeichnis zur Hand nehmen. Insofern hat Precht bei mir seine Wirkung nicht verfehlt.</p>
<p>Übrigens: Für den März 2009 steht dann <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442311845?ie=UTF8&amp;tag=stitz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3442311845">ein Buch über die Liebe</a> von ihm auf dem Plan.</p>
<hr />
<p>*) Naja, vielleicht mit Ausnahme der Fälle, wo der Rezensent es nicht einmal hinbekommt, den Namen des Autors fehlerfrei zu reproduzieren. Und damit meine ich jetzt garnicht mal halbwegs verzeihliches &#8220;Bonnhöfer&#8221; statt Bonhoeffer, sondern sowas wie &#8220;<a title="Trottel." href="http://www.amazon.com/review/R70YTO0Z1K2MW" target="_blank">Doug Shields</a>&#8221; statt Doug Fields.</p>


<p>Darüberhinaus:<ul><li><a href='http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2008-04-03 08:31:49" resource="http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/">Robert Harris: Imperium</span>'><span property="dc:date" content="2008-04-03 08:31:49" resource="http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/">Robert Harris: Imperium</span></a></li>
<li><a href='http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2009-01-26 20:00:05" resource="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/">Thich Nhat Hanh: Wie Siddhartha zum Buddha wurde</span>'><span property="dc:date" content="2009-01-26 20:00:05" resource="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/">Thich Nhat Hanh: Wie Siddhartha zum Buddha wurde</span></a></li>
<li><a href='http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2009-02-11 08:29:33" resource="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/">Adrian Goldsworthy: Caesar</span>'><span property="dc:date" content="2009-02-11 08:29:33" resource="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/">Adrian Goldsworthy: Caesar</span></a></li>
</ul></p>]]></content:encoded>
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		<title>Adrian Goldsworthy: Caesar</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 06:29:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><span property="dc:creator" resource="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/">Lars</span></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn ich darüber nachdenke, verwundert es mich immer wieder auf&#8217;s Neue: Obwohl ich das Unterrichtsfach Geschichte (ebenso wie Französisch und Physik) sobald es möglich war &#8212; ich meine, in Klassenstufe 10 &#8212; voller Freude und Erleichterung abgewählt habe, und obwohl diese Erleichterung und ihr Grund, nämlich die Abneigung gegen das Fach, noch etwa weitere 10 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich darüber nachdenke, verwundert es mich immer wieder auf&#8217;s Neue: Obwohl ich das Unterrichtsfach Geschichte (ebenso wie Französisch und Physik) sobald es möglich war &#8212; ich meine, in Klassenstufe 10 &#8212; voller Freude und Erleichterung abgewählt habe, und obwohl diese Erleichterung und ihr Grund, nämlich die Abneigung gegen das Fach, noch etwa weitere 10 Jahre anhalten sollte, lese ich heute wieder begeistert Bücher zu historischen Themen.</p>
<p>Seitdem ich vor zwei Jahren auf unserer Hochzeitsreise nach <a title="Infos zu Pisciotta in der Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pisciotta" target="_blank">Pisciotta</a> den ebenso spannenden wie lehrreichen Roman des Engländers <a title="Infos zu Robert Harris in der Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Robert_Harris_(novelist)" target="_blank">Robert Harris</a> über Pompeji geradezu verschlungen habe, und mit dem gleichen Interesse im letzten Jahr sein Buch über einige Abschnitte im Leben des Redners <a href="http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/">Cicero</a> las, wage ich mich sogar wieder gerne an ein Thema, das mir zuvor in doppeltem Sinne Langeweile verhieß, handelte es sich doch um das Amalgam von Historie <em>und</em> Politik, nämlich die alten Römer.</p>
<p>Bei denen kommt nach Cicero, na klar, Caesar &#8212; Julius Caesar. Und über den ist viel geschrieben worden, eigentlich sogar zuviel &#8212; das Thema ist abgefrühstückt. Sicherlich hat jeder Mensch, der etwas mit dem Wort &#8220;Rom&#8221; anfangen kann, irgendeine Vorstellung von diesem Mann, und wenn es nur (wie bei mir) das Bild der hageren, geheimnisumwitterten Gestalt auf dem weißen Pferd aus den Asterix-Heften ist. Doch ähnlich wie in der Leben-Jesu-Forschung hat sich auch im Bezug auf die historische Figur Caesars das Bild der Experten im Verlauf des vergangenen Jahrhunderts nochmals ziemlich gewandelt und ist trotzdem keinesfalls eindeutig.</p>
<p>Wonach in dem Berg vorhandener Literatur zu diesem Thema also eine Auswahl treffen? Nun, als Laie war ich darauf angewiesen, dass der Autor sich dementsprechend ausdrückte; zudem schwebte mir eine umfassende Einführung vor und nicht eine auf ein Spezialgebiet beschränkte tiefergehende Analyse. Hier und da hatte man von <a title="Infos zu Adrian Goldsworthy in der Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Adrian_Goldsworthy" target="_blank">Goldsworthys</a> Werk und seinen Erzählerqualitäten im Besonderen geschwärmt &#8212; diesem ausgewiesenen Fachmann im Bezug auf die Geschichte des antiken Roms gab ich daher eine Chance.</p>
<p>Etwa 500 Seiten später habe ich es nicht bereut. Sicher, das Buch hat (wie wohl Caesars Leben auch) trotz seiner relativen Kürze ein paar Längen, aber nach meinem Empfinden ist es durchaus ein Kompliment für ein Sachbuch, wenn man ihm nachsagen kann, dass es an keiner Stelle langweilig war. Goldsworthy geht in der Regel chronologisch vor, allerdings nicht sklavisch, sondern greift, wo es Sinn macht, auch schon mal vor. Auch reichert er seine Beschreibungen durch Zitate antiker Geschichtsschreiber und Aussprüche und Briefabschnitte Caesars und seiner Zeitgenossen an. Durch das ganze Buch, insbesondere aber auf den ersten 150 Seiten, wenn es um den Aufstieg Caesars zum Konsul geht und die Lebensumstände in urbs roma beschrieben werden, fühlt man sich daher direkt in diese längst vergangene Epoche zurückversetzt und kann die Anspannung des jungen, hoffnungsvollen Mannes im rat race einer aggressiv wetteifernden Oberschicht gut nachspüren.</p>
<p>Doch die Stärke Goldworthys liegt eigentlich in den letzten zwei Dritteln des Buches: Schließlich ist der Autor eine ausgemachte Koryphäe auf dem Gebiet der römischen Kriegskunst. Deswegen sind auch die Beschreibungen der Feldzüge durch Gallien (&#8220;ganz Gallien? Nein&#8230;&#8221;) und des römischen Bürgerkrieges an Detailreichtum und Lebendigkeit kaum zu überbieten. Diverse Abbildungen veranschaulichen die in entscheidenden Schlachten genutzten Strategien und erweitern das Buch um eine zusätzliche Ebene. Dabei wird über die gesamte Länge der Ausarbeitung mit dem Leben wie auch den Entscheidungen Caesars kritisch umgegangen: Erfolge werden gewürdigt, aber Fehler auch schonungslos beleuchtet und offen kritisiert. Hier findet keine Glorifizierung des &#8220;Colossus&#8221; (Untertitel) statt!</p>
<p>Was könnte also das Missfallen des geneigten Lesers erregen? Nunja, es wird ihm vermutlich schwerfallen, der Flut an Namen zu folgen, die schon auf den ersten Seiten über ihn hereinbricht &#8212; aber diese Mühe ist wohl unumgänglich. Darüberhinaus kommt im Gegensatz zu <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0091800951?ie=UTF8&amp;tag=stitz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0091800951">Robert Harris &#8220;Imperium&#8221;</a> bei Goldsworthy die Politik fast zu kurz. Und wenn ich als totaler Politikmuffel das sage, dann will das schon etwas heißen. Ansonsten kann ich dieses Werk demjenigen, der eine Einführung in das Leben des großen Diktators sucht, uneingeschränkt empfehlen.</p>
<p><em><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0300120486?ie=UTF8&amp;tag=stitz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0300120486">Adrian Goldsworthy: Caesar &#8211; Life of a Colossus</a>; 608 Seiten; erschienen 2006 bei Yale University Press.</em></p>
<p>Übrigens: Auch über Physik lese ich in letzter Zeit recht viel. Und das von mir auch bislang verschmähten Themengebiet &#8220;Frankreich&#8221; habe ich ja zuletzt im <a href="http://fraukeundlars.de/so-ist-paris/">Film</a> wieder mehr lieben gelernt.</p>


<p>Darüberhinaus:<ul><li><a href='http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2008-04-03 08:31:49" resource="http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/">Robert Harris: Imperium</span>'><span property="dc:date" content="2008-04-03 08:31:49" resource="http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/">Robert Harris: Imperium</span></a></li>
<li><a href='http://fraukeundlars.de/barbara-w-tuchman-a-distant-mirror/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2008-08-23 20:12:55" resource="http://fraukeundlars.de/barbara-w-tuchman-a-distant-mirror/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/barbara-w-tuchman-a-distant-mirror/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/barbara-w-tuchman-a-distant-mirror/">Barbara W. Tuchman: A Distant Mirror</span>'><span property="dc:date" content="2008-08-23 20:12:55" resource="http://fraukeundlars.de/barbara-w-tuchman-a-distant-mirror/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/barbara-w-tuchman-a-distant-mirror/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/barbara-w-tuchman-a-distant-mirror/">Barbara W. Tuchman: A Distant Mirror</span></a></li>
<li><a href='http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2009-01-26 20:00:05" resource="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/">Thich Nhat Hanh: Wie Siddhartha zum Buddha wurde</span>'><span property="dc:date" content="2009-01-26 20:00:05" resource="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/">Thich Nhat Hanh: Wie Siddhartha zum Buddha wurde</span></a></li>
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		<title>Thich Nhat Hanh: Wie Siddhartha zum Buddha wurde</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 18:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><span property="dc:creator" resource="http://fraukeundlars.de/thich-nhat-hanh-wie-siddhartha-zum-buddha-wurde/">Lars</span></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vorurteile sind &#8212; zumindest in der Rückschau betrachtet &#8212; eine merkwürdige Sache. So war ich beispielsweise bis vor Kurzem felsenfest davon überzeugt, dass &#8220;die Buddhisten&#8221; egoistischerweise nur auf ihre eigene Erlösung bedacht sind und zwar den Gedanken an einen Gott als Weltenschöpfer und -lenker strikt ablehnen, aber dennoch den Götzenbildern ihres Buddha gottgleich huldigen. Wer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorurteile sind &#8212; zumindest in der Rückschau betrachtet &#8212; eine merkwürdige Sache. So war ich beispielsweise bis vor Kurzem felsenfest davon überzeugt, dass &#8220;die Buddhisten&#8221; egoistischerweise nur auf ihre eigene Erlösung bedacht sind und zwar den Gedanken an einen Gott als Weltenschöpfer und -lenker strikt ablehnen, aber dennoch den Götzenbildern ihres Buddha gottgleich huldigen. Wer sich mit der Lehre Buddhas ein wenig auskennt, wird darüber wohl leise und vielleicht auch etwas traurig lächeln. Zu meiner Entschuldigung kann ich lediglich vorbringen: Leider wurde ich über den Buddhismus von Leuten &#8220;aufgeklärt&#8221;, die offenbar selbst davon nur wenig Ahnung hatten.</p>
<p>Nun bin ich glücklicherweise jemand, der gerne den Dingen auf den Grund geht. Insofern stand eine Einführung in den Buddhismus schon längere Zeit auf meinem Wunschzettel, als ich sie 2007 zu Weihnachten geschenkt bekam. Doch letztlich hat es ein ganzes Jahr gedauert, bis ich mich mit vielen Pausen durch den historischen Roman <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3423340738?ie=UTF8&amp;tag=stitz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3423340738">&#8220;Wie Siddhartha zum Buddha wurde&#8221;</a> des gebürtigen Vietnamesen Thich Nhat Hanh gelesen hatte, obwohl das Buch eigentlich garnicht sooo lang ist.</p>
<p>Man ahnt es schon: Die Pausen waren dabei vor allem meinen Vorurteilen geschuldet. Mir fehlte zunächst doch irgendwie einfach die innere Motiviation, um mich mit der seltsamen Welt des nördlichen Indiens vor 2500 Jahren auseinanderzusetzen. Erschwerend kam hinzu, dass, wer wie ich vorher zumeist christlich-theologische Literatur mit langen, kompliziert verschachtelten Satzstrukturen gelesen hat, die einfache, anspruchslose Schreibweise in diesem Buch schon gewollt naiv finden wird. Gleichzeitig fühlt man sich gerade am Beginn des Buches unweigerlich in ein Märchen aus Tausend und einer Nacht versetzt, wenn von dem prunkvollen Leben erzählt wird, welches der Prinz Siddhartha vor seiner Suche nach der Erleuchtung geführt hat. Und die ständige Wiederholung von Schlüsselsätzen hat zwar etwas auffällig meditatives, aber ist eben auch enervierend, wenn man sich nicht darauf einlassen mag.</p>
<p>Der Schlüssel zu diesem Buch lag also für mich in der Erkenntnis, dass ich mich dem Buch öffnen muss, bevor ich das Buch selbst öffne. Dies wurde mir sehr erleichtert, weil der Autor die prinzipiell undogmatische Natur des Buddhismus hervorhebt, was mir seine Interpretation als sehr modern erscheinen lässt. So lässt Thich Nhat Hanh etwa im Kapitel 32 unter dem Titel &#8220;Der Finger ist nicht der Mond&#8221; den Buddha die folgenden Worte sprechen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Meine Lehre ist kein Dogma, kein Programm, doch ohne Zweifel wird es manche Menschen geben, die sie so verstehen. Ich muss ganz klar und deutlich darlegen, dass meine Lehre eine Methode ist, die Wirklichkeit zu erfahren, und dass sie nicht die Wirklichkeit selbst ist, so, wie auch der Finger, der zum Mond zeigt, nicht der Mond selbst ist. Einem intelligenten Menschen kann der Finger helfen, den Mond zu sehen. Doch ein Mensch, der nur auf den Finger sieht und ihn mit dem Mond verwechselt, wird nie den wirklichen Mond erblicken. Meine Lehre ist ein Werkzeug für die Praxis, nicht etwas, woran man festhalten oder das man verehren sollte.&#8221;</p></blockquote>
<p>Noch mehrfach wird betont, dass man der Lehre des Buddha nicht folgen solle, weil man Autoritäten darüber hat lehren hören, sondern ihre Wirksamkeit selbst erfahren muss. Daher empfand ich den Roman als sehr angenehmes Buch, in dem ein Gedankengang ganz entspannt vorgestellt wird, ganz ohne den krampfhaften Versuch, den Leser von den Vorzügen zu überzeugen.</p>
<p>Für mich persönlich konnte das Buch dadurch letztlich eine bereichernde Wirkung gerade in Hinsicht auf mein christliches Glaubensleben entfalten. Denn viele Praktiken &#8212; und auf eben diese legt der Buddha ja gesteigerten Wert &#8212; decken sich mit Aussagen aus dem Neuen Testament; allein die Begründungen, mit denen die als erstrebenswert geltenden Verhaltensweisen empfohlen werden, sind andere (jedoch nicht minder schlüssige). Wer also Zeit und Lust hat, sich auf eine sehr blumenreiche und dennoch schlichte, gründliche und dennoch sanfte Einführung in die Gedankenwelt des Buddhismus einzulassen, dem sei dieses Buch empfohlen.</p>


<p>Darüberhinaus:<ul><li><a href='http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2008-04-03 08:31:49" resource="http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/">Robert Harris: Imperium</span>'><span property="dc:date" content="2008-04-03 08:31:49" resource="http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/robert-harris-imperium/">Robert Harris: Imperium</span></a></li>
<li><a href='http://fraukeundlars.de/barbara-w-tuchman-a-distant-mirror/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2008-08-23 20:12:55" resource="http://fraukeundlars.de/barbara-w-tuchman-a-distant-mirror/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/barbara-w-tuchman-a-distant-mirror/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/barbara-w-tuchman-a-distant-mirror/">Barbara W. Tuchman: A Distant Mirror</span>'><span property="dc:date" content="2008-08-23 20:12:55" resource="http://fraukeundlars.de/barbara-w-tuchman-a-distant-mirror/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/barbara-w-tuchman-a-distant-mirror/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/barbara-w-tuchman-a-distant-mirror/">Barbara W. Tuchman: A Distant Mirror</span></a></li>
<li><a href='http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/' rel='bookmark' title='Permanent Link: <span property="dc:date" content="2009-02-11 08:29:33" resource="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/">Adrian Goldsworthy: Caesar</span>'><span property="dc:date" content="2009-02-11 08:29:33" resource="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/" /><span rel="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/" property="dc:title" resource="http://fraukeundlars.de/adrian-goldsworthy-caesar/">Adrian Goldsworthy: Caesar</span></a></li>
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