Die Fastenzeit bietet jedes Jahr aufs Neue die willkommene Gelegenheit, Veränderungen zeitlich begrenzt auszuprobieren — in dem Bewusstsein, sie notfalls nach Ostern wieder rückgängig machen zu können. Nach dem Internetfasten im letzten Jahr lautet diesmal mein Vorsatz: mehr Sport! Eigentlich würde ich gerne wieder öfter klettern gehen, aber dagegen sprechen diverse Umstände, allen voran die unverschämte Preispolitik des Shape, die zwanzigminütige Autofahrt nach Winsen und die Notwendigkeit eines Sicherungspartners.
Darüberhinaus ist das Klettern eine Sportart, die eine besondere physische und psychische Konzentration erfordert und damit eigentlich nicht unbedingt zur Fastenzeit passt. Viel geeigneter ist da schon die kontemplative Natur des Langstreckenlaufs. Daher will ich in der Zeit bis Ostern regelmäßig laufen, und zwar morgens vor der Arbeit (und dem Frühstück). Heute bin ich zum ersten Mal die von mir anvisierte Route abgelaufen — immerhin 10 Kilometer, für die ich zwischen 80 und 90 Minuten gebraucht habe (vgl. Abb.).
Wenn alles wie geplant läuft, habe ich dann zu Ostern sage und schreibe 200km (also immerhin in etwa die Strecke von Lüneburg nach Osnabrück — aber wer will schon nach Osnabrück?) auf der Uhr und meine ganz eigene Passion hinter mir. Und nebenbei meinen Gedanken noch 1800 Minuten Freigang spendiert.
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