Neues

Wenn Sand im Getriebe ist.
Wenn es so wie jetzt einfach nicht weiter geht.
Wenn das alte Boot nicht hält
und allzu leichte Wahrheiten in den Innenraum schwappen.
Wenn der Tag voll von Widerrede ist.
Dann, manchmal, springen die Möglichkeiten aus ihrem Versteck hervor,
aus den Heckenrosensträuchern am Ufer.
 

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Weg

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Alles hinter sich lassen. Den Aufstieg, diesen Fleck Erde, die Nebelwand, den Wasserfall. Mit der undichten Jackennaht im Nacken leben. Weitergehen durch den Regen. Die Naht und das, was sie durchlässt, vergessen. Nur das Nötigste mitnehmen. Auspacken, tauschen, aufbrauchen. Eine Karte lesen, einen Wegweiser nutzen, einem Anderen vertrauen. Drauflosgehen ohne zu wissen, was kommt. Schritte zählen, wenn die Gedanken aufhalten. Atemzüge zählen. Immer langsamer werden.Verweilen. Genießen. Regenzeug anziehen. Regenzeug ausziehen. Abkürzen. Umkehren. An jeder zweiten Ecke sitzen und schnaufen. Festsitzen. Den ganzen Tag in herabfallenden Schnee sehen. Irgendwann keine Lust mehr haben. Hüttenkaffee aushalten. Ohropax schätzen lernen. Fest schlafen an ungemütlichen Plätzen. Im beginnenden Morgen aufbrechen. Staunen im klaren Blau. Ankommen, feiern. Sich fühlen wie im Traum. In der Sonne sitzen. Mit dir auf dem Weg zu Hause sein.

Tagzeilen no. 19

Ein Rasensprenger zum Durchlaufen. Ein Planschbecken zum Füße-Reinhalten. Ein Nachmittag zum Dösen. Ein Buch zum Sich-Versenken. Ein Glas Rotwein zum Abend. Ein lieber Mensch zum Plauschen. Ein Glühwürmchen zum Staunen. Eine Kerze zum Herz-Erwärmen.

Tagzeilen no. 17

Vertrauen. Dass die Zeit reichen wird, auch wenn der Terminkalender was anderes sagt. Dass die Kraft reichen wird, auch wenn der Morgen sich zäh zeigt. Dass der Mut reichen wird, auch wenn die Enttäuschung noch im Bauch grummelt. Dass die Liebe reichen wird, auch wenn Vieles ein Rätsel ist. Dass du mir Zeit, Kraft, Mut und Liebe reichen wirst.

Tagzeilen no. 16

Hier sitzen wir in einer Kirche. Und schweigen – mit hunderten. Während da draußen die Glocken läuten und ein Wagen übers Kopfsteinpflaster rast. Hier sitzen wir und halten die Verstörung aus. Und schweigen – unverordnet, spontan. Hier sitzen wir und erinnern uns und gedenken und verstehen immer noch nichts. Und schweigen – bedrückt. Hier sitzen wir in einer Kirche. Und schweigen – Gott sei Dank.