Original oder Übersetzung?

Marcel hat kürzlich in seinem Bücherblog “Read that!” seine Sicht auf Originale und Übersetzungen kundgetan, ein Thema, das mich schon seit etwa 20 Jahren beschäftigt. The Colour of Language Ich lese seit Anfang der 90er viele Bücher englischsprachiger Autoren auf Englisch – mittlerweile ist es der bei Weitem überwiegende Anteil. Angefangen hatte das Ganze damals […]

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Jonathan Franzen: Freedom

Für einen der besten bereits im neuen Jahrtausend erschienenen Romane halte ich das Familienepos The Corrections des mir bis zum Zeitpunkt meiner Lektüre noch unbekannten Amerikaners Jonathan Franzen. Das Thema Thomas Manns hundert Jahre zuvor erschienenen, nobelpreisprämierten Werkes Buddenbrooks wurde in diesem Buch — wenn auch in der Mittelschicht der USA und nicht im Großbürgertum […]

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Uwe Birnstein, Georg Schwikart: “Katholisch? Never! Evangelisch? Never!”

Herrlich plakativ und für den anvisierten Zweck – mir also die Reise zum ÖKT zu verkürzen – wunderbar geeignet ist das gerade rechtzeitig erschienene Buch von Uwe Birnstein und Georg Schwikart mit dem Titel “Katholisch? Never!” bzw. “Evangelisch? Never!”. Beide Autoren bemühen in dieser Abhandlung aus ihrem jeweiligen, konfessionell geprägten Blickwinkel zunächst alle gängigen Klischees, […]

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Alessandro Manzoni: Die Brautleute

Mit den Klassikern aus Goethes Zeit stand ich bislang interessenbedingt eher auf Kriegsfuß, insbesondere, wenn sie in Schwartenstärke auftraten. Aber wenn einer der eigenen Lieblingsautoren — in meinem Fall Umberto Eco — des Lobs für ein Werk nicht müde wird, und wenn dann auch noch eine gefeierte Neuübersetzung des betreffenden Werks vorliegt, just von dem […]

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Ian McEwan: Saturday

Meine Güte, könnte man denken, was für ein sterbenslangweiliges Sujet: Da begleitet der Leser einen vielleicht fünfzigjährigen Oberschichtentraumtänzer von Arzt aus London durch einen kompletten Samstag, erträgt seine somnambulen Selbstreflektionen, fährt mit ihm zum Squash, dann Fisch kaufen, dann die demente Mutter besuchen — und das auf satten zweihundertachtzig Seiten. Kein Detail, nicht einmal die […]

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Adrian Goldsworthy: Caesar

Wenn ich darüber nachdenke, verwundert es mich immer wieder auf’s Neue: Obwohl ich das Unterrichtsfach Geschichte (ebenso wie Französisch und Physik) sobald es möglich war — ich meine, in Klassenstufe 10 — voller Freude und Erleichterung abgewählt habe, und obwohl diese Erleichterung und ihr Grund, nämlich die Abneigung gegen das Fach, noch etwa weitere 10 […]

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Thich Nhat Hanh: Wie Siddhartha zum Buddha wurde

Vorurteile sind — zumindest in der Rückschau betrachtet — eine merkwürdige Sache. So war ich beispielsweise bis vor Kurzem felsenfest davon überzeugt, dass “die Buddhisten” egoistischerweise nur auf ihre eigene Erlösung bedacht sind und zwar den Gedanken an einen Gott als Weltenschöpfer und -lenker strikt ablehnen, aber dennoch den Götzenbildern ihres Buddha gottgleich huldigen. Wer […]

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Barbara W. Tuchman: A Distant Mirror

Ich darf mich glücklich schätzen, in George R. R. Martins auf sieben Bände angelegten Romanzyklus “A Song of Ice and Fire” erst mit Erscheinen des dritten Bandes eingestiegen zu sein. Seit 2006 warte ich nun auf den fünften Teil, und während der Autor auf seiner Website keine Versprechen mehr machen will, das Buch 2008 fertigzustellen, […]

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Cornelia Funke: Tintentod

Ende letzten Jahres ist der finale Roman der Tintenwelt-Trilogie von Cornelia Funke erschienen. Tintenherz, Tintenblut, Tintentod — das verheißt je nach Sichtweise eine gewisse Steigerung oder aber ein grausames Ende. Dass beide Vermutungen nicht zutreffen, beweist erneut, dass man auf Namen nicht allzuviel geben sollte. Inhaltlich gibt es an den Bänden auf den ersten Blick […]

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