Tagzeilen no. 20

War ja klar, dass du die Wolken anleuchten, den Wind um meine Nase pusten und die Blüten jetzt – kurz vor ihrem Ende – tief strahlend einfärben würdest. So tief strahlend, dass ich sie lange ansehen muss, fast darin versinke und – losgerissen von Schreibtisch und Tagwerk – die hellsten Gedanke denke.

Continue reading →

Tagzeilen no. 17

Vertrauen. Dass die Zeit reichen wird, auch wenn der Terminkalender was anderes sagt. Dass die Kraft reichen wird, auch wenn der Morgen sich zäh zeigt. Dass der Mut reichen wird, auch wenn die Enttäuschung noch im Bauch grummelt. Dass die Liebe reichen wird, auch wenn Vieles ein Rätsel ist. Dass du mir Zeit, Kraft, Mut […]

Continue reading →

Sonne von vorn

Ich will, Sonne, dass du wieder von vorn scheinst. Ins Gesicht. Dass du auf die geschlossenen Knospen scheinst und auf das darin Verborgene. Dass alles noch vor uns liegt, all die unangebrochenen Frühlingstage. Sonne, ich will, dass du auch dem ins Gesicht scheinst, der dich nur noch undeutlich und kühl im Rücken hat. Dessen unangebrochene […]

Continue reading →

Tagzeilen no. 10

Es muss gar kein großartiges Menü sein. Kein rauschendes Fest heute. Keine Reden, kein Zurückblicken. Keine Festgarderobe. Es reichen die warmen Worte in sorgfältig gesetzten Buchstaben. Die getanzten Zeilen im Wohnzimmer. Die Blumen, die nach Herbst duften. Schritte nebeneinander in der untergehenden Sonne. Und die Sterne. Es reicht der halbe Mond heute.  

Continue reading →

Tagzeilen no. 5

Samstagmorgensonne weckt mich auf.  Später darf es ruhig regnen. Denn da geht die Tür auf und die Sonne kommt rein ins Haus, lässt den Regen draußen, setzt sich mit uns an den gedeckten Tisch und erzählt, wie das ist – mit ihr und dem Regen. Und dass du manchmal den Regen zum Freund machen musst, […]

Continue reading →

Tagzeilen no.2

Vom Regen geweckt. Ein Becher Kaffee hilft nach. Über die Vorteile von Cordhosen gegenüber Sommerröcken nachgedacht. Eine kleine Tüte mit Kostbarkeiten gepackt. Über nasse Terassenbohlen in den Garten gerutscht. Die Pflanzen unter der Nachtabdeckung hervorgeholt und in die Morgensonne neben die Tulpen gestellt. Ein Vogel singt mich in den Tag.

Continue reading →