Weg

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Alles hinter sich lassen. Den Aufstieg, diesen Fleck Erde, die Nebelwand, den Wasserfall. Mit der undichten Jackennaht im Nacken leben. Weitergehen durch den Regen. Die Naht und das, was sie durchlässt, vergessen. Nur das Nötigste mitnehmen. Auspacken, tauschen, aufbrauchen. Eine Karte lesen, einen Wegweiser nutzen, einem Anderen vertrauen. Drauflosgehen ohne zu wissen, was kommt. Schritte zählen, wenn die Gedanken aufhalten. Atemzüge zählen. Immer langsamer werden.Verweilen. Genießen. Regenzeug anziehen. Regenzeug ausziehen. Abkürzen. Umkehren. An jeder zweiten Ecke sitzen und schnaufen. Festsitzen. Den ganzen Tag in herabfallenden Schnee sehen. Irgendwann keine Lust mehr haben. Hüttenkaffee aushalten. Ohropax schätzen lernen. Fest schlafen an ungemütlichen Plätzen. Im beginnenden Morgen aufbrechen. Staunen im klaren Blau. Ankommen, feiern. Sich fühlen wie im Traum. In der Sonne sitzen. Mit dir auf dem Weg zu Hause sein.

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